Hand on Trigger

Only by the night

Posted in Uncategorized by handontrigger on Juli 2, 2009

Ich hätte nicht gedacht, dass mich nach den Beatsteaks, Metallica und The Sound eine Band live noch so begeistern kann. Ich wurde am vergangenen Samstag in der O2 World Berlin eines besseren belehrt.

Da saß ich nun, ohne Erwartungen und mit höllischen, vom CSD ausgelösten Fussschmerzen auf den warscheinlich schrecklichsten Plätzen in diesem kollosalen Gebäude und wartete darauf, dass die Kings of Leon die Bühne betraten.Das taten sie dann irgendwann auch mit einer Wucht und Energie, dass es mich beinahe die Ränge runter gehauen, und in den freien Fall katapultiert hätte.

Doch dazu später, denn es war ein langer, harter Weg bis zur musikalischen Erläuchtung, an diesem, vergangenen Samstag. Mal davon abgesehen, dass der Tag viel zu früh begann (um 9 um genau zu sein), freute ichE mich schon am Vorabend total darauf: CSD. Ich denke mir, wieso geh ich da eigentlich hin? Ist es nicht genau dasselbe wie an fast jedem Wochenende in Berlin? Bunte Menschen, laute Musik und Bier? Habe ich mit meiner Anwesenheit überhaupt so etwas wie ein Statement zu überbringen, und wenn ja, interessiert das überhaupt jemanden? Ich meine, bei der ganzen Geschichte gehts doch eigentlich nicht um Politik. Und wenn doch, um eine andere Politik, die mich nur indirekt betrifft (ich bin nicht homosexuell, also betrifft es mich auch nicht direkt, dass die Homoehe zwar rechtlich, dafür aber nicht per Grundgesetz gerechtfertigt wird)

Warum ist diesen Leuten das Grundgesetz so wichtig? Es geht doch nicht darum, sondern um Akzeptanz. Und diese Akzeptanz, kann einem kein Papierwisch der Welt geben, wenn in den Köpfen der Menschen eine andere Vorstellung herrscht. Natürlich ist es nur gerecht, aber eben ein Stück weit auch unwichtig, und total am Thema vorbei. Warum war ich also trotzdem da? Weil ich Alkohol trinken wollte? um Spaß zu haben? Wegen meiner Freunde? Auch, ja. Aber vor allem weil ich das Gefühl hätte, es sei richtig MIT diesen kunterbunten Menschen auf den Wagen zu feiern um ihnen zu zeigen, hey, macht weiter so. FUCK OFF GRUNDGESETZ.

Ich hätte nie erwartet dass 1 Caipi, 1 Bier, 1 Mojito, brennende Sonne und der Weg zwischen Kudam und Siegessäule einen so fertig, und vor allem betrunken machen können. Dieser Tatsache wurde ich mir dann aber spätestens auf der Wiese am Friedrichshainer Spreeufer schmerzlich (im wahrsten Sinne) bewußt. Da half auch das lauwarme Becks Ice in meiner Hand, und das zweite Green Lemon in meiner Tasche nichts. Unmotiviert wie fast nie, quälte ich mich zum Eingang, dann die Stufen hoch, und zum schluss durch die schrecklichste Stunde meines Konzertlebens: Mew. MEEEEW oder auch: Irgh. Langweilige Musik, nertötende Stimme, ich wollte nach Hause.

Dann endlich: Kings of Leon. Meine Gedanken vorm Konzert: Naja mal sehen. Gedanken danach: Unglaublich!!

Ich glaube, noch nie gefühlvollere Musik vernommen zu haben, als an diesem Abend. Die Stimme des Sängers war wie ein Peitschenschlag, der einen wach rüttelte und nur so schrie: Hör mir zu, fühl dich geil. Einzigartige Erfahrung, definitiv. Das Aussehen der Schnidde vorne auf der Bühne hat meiner Stimmung natürlich auch keinen Abriß getan. Um es mal so zusammen zu fassen: Auditiver Orgasmus (das lass ich mir nicht nehmen :D)

Und weil es so toll war, hier zum hören, schmachte und zum vor Neid erblassen:

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